Osterakademie 2026 – ein Fest für alle Sinne
In den zurückliegenden Osterferien wurde die Luisenschule zum 10. Mal infolge zum Schauplatz für neugierige Nachwuchsforscher:innen. Vom 30.03. bis zum 01.04. kamen 87 Drittklässler:innen mit 18 Projektkursschüler:innen der Q1 und 55 Helfer:innen der Stufen 7 - Q1 zusammen, um gemeinsam drei Tage lang in die Welt der MINT-Disziplinen einzutauchen.
Ein Projekt, das begeistert
Hinter der Osterakademie steckt nicht nur ein dreitägiges Programm, sondern monatelange Vorbereitung, Organisation und Teamarbeit. Vom Entwickeln der Experimente über die Gestaltung der Materialien bis hin zur Planung der Abschlussveranstaltung – all dies wurde mit großem Einsatz von unserem Projektkurs von Frau Dr. Schulte umgesetzt.
Es geht los! Erste Experimentalpraktika und die Suche nach dem perfekten Eierbecher
Nach einem langen Aufbautag am Freitag vor den Ferien erwarteten wir alle gespannt den Startschuss. Montagmorgen ging es um 9.00 Uhr los in der Aula: Nach einer kurzen Einführung in das Programm der drei Tage und die Sicherheitsregeln ging es an das erste Experimentalpraktikum. In kleinen Gruppen begannen die Kinder die Welt der Chemie, Physik, Informatik, Technik, Biologie und Lebensmittelchemie experimentell zu erkunden. Neben den Experimentalpraktika war an jedem Tag ein besonderes Highlight vorgesehen: Montag bekamen wir Besuch von Dr. Lutter aus dem Zentrum für Brennstoffzellentechnik in Duisburg, welcher sich mit den Grundschulkindern in einem Mitmachvortrag auf die Suche nach dem perfekten Eierbecher machte – eine Reise vom Schnitzen über das Spritzgießen bis hin zum 3D-Druck. Anschließend ging es weiter ins zweite Experimentalpraktikum des Tages und am Ende des Tages haben wir uns alle in der Aula versammelt, um gemeinsam mit Till den vorbereiteten Flashmob zu tanzen. Ein echtes Spektakel für die Kinder und für uns. Dann ging es für die Kinder voller neuer Eindrücke nach Hause. Wir haben den nächsten Tag vorbereitet und haben ebenso dem nächsten Tag entgegengefiebert.
Das Ei in der Natur
Am zweiten Tag der Osterakademie stand ein besonderer Besuch an – das Huas Ruhrnatur und der Aquarius waren zu Gast und haben in fünf Räumen verschiedene Mitmachstationen vorbereitet, in welchen die Nachwuchsforscher:innen viel über das Leben im und am Wasser der Ruhr entdecken konnten. Auch hier lag der Fokus selbstverständlich auf dem Ei, viele lebende, eierlegende Tiere wie Fische, Schnecken, Heuschrecken oder auch Feuersalamander haben für Begeisterung bei den Kindern gesorgt. Nach einer stärkenden bewegten Frühstückspause im Garten ging es für die Grundschüler ins dritte Experimentalpraktikum. Es hieß: neuer Raum, neuer Schwerpunkt, neue Experimente und ganz am Ende wieder Tanzen mit Till.
Ein knallender Abschluss
Der letzte Tag der Osterakademie bildete schließlich den Höhepunkt: eine bunte Mitmachausstellung unserer Kooperationspartner:innen, die in das Projekt der Osterakademie eingebunden sind und die große Abschlussveranstaltung. Das zdi- Netzwerk Mülheim, das MPI für Kohlenforschung, die Hochschule Ruhr West, die Camera Obscura, das Haus Ruhrnatur, der Aquarius, die Sternwarte Bochum, das Zentrum für Brennstoffzellentechnik Duisburg und die Bienen-AG mit Familie Schievekamp haben rund um die Aula ab 12.15 Uhr spannende Mitmachexperimente für Eltern, Geschwisterkinder, Freunde und geladene Gäste angeboten, ehe sich alle in der Aula versammelten, um den Abschluss der drei Forschertage gebührend zu feiern.
Die Kinder durchliefen zuvor zwei weitere Experimentalpraktika und wurden hier von Radio Mülheim und Studio 47 begleitet. In diesem Jahr war auch Frau Türkeli-Dehnert, Staatssekretärin des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft in NRW, zu Besuch. Mit zwei Schüler:innen des Projektkurs besichtigte sie die Experimentalpraktika, sprach mit den großen und kleinen Forscher:innen. Anschließend hat sie in der voll besetzten Aula äußerst wertschätzende Grußworte gesprochen und Ihre Begeisterung gegenüber unserer Arbeit ausgesprochen. Lotta und Lasse haben souverän durch die Veranstaltung geführt und so haben wir Projektkursschüler:innen nach einem kurzen Videorückblick auf die zurückliegenden Tage eine aufwendig vorbereitete Experimentalshow, die Wissenschaft und Unterhaltung auf kreative Weise miteinander verband, präsentiert. Mit viel Engagement, Humor und beeindruckenden Experimenten sorgten wir im Hasenkostüm für tobende Begeisterung im Publikum, das lag sicher auch an unserem Schulroboter, der in die Show integriert wurde.
Nach einem kurzen Videorückblick auf unser Wirken im MINT-Projektkurs im zurückliegenden Schuljahr stand das nächste Highlight an. Max aus unserem Projektkurs hat es möglich gemacht, dass Anthony Sarpong, Sternekoch aus Meerbusch, zu uns an die Luise gekommen ist, um gemeinsam mit ihm auf der Bühne zu kochen. Max, der neben der Schule im Restaurant „Anthonys Kitchen“ arbeitet, und seit vielen Jahren in der Lebensmittelchemie der Osterakademie mitwirkt, hat gemeinsam mit Anthony Sarpong ganz praktisch gezeigt, wie sehr MINT und Küche zusammenhängen. Es wurden ein Espuma mit Ei und Fake-Kaviar kredenzt, Küchenweisheiten ausgetauscht und die chemischen Hintergründe für die einzelnen Konsistenzen erklärt.
Abgerundet wurde die Veranstaltung durch eine feierliche Übergabe der Teilnahmeurkunden sowie Geschenke für die jungen Forscher:innen - ein prall gefüllter Beutel mit z.B. Forscherpaket und einem von der 3D-Druck-AG designten und 3D-gedruckten Osterhasenpuzzle.
Es lässt sich festhalten: Das zehnjährige Jubiläum der Osterakademie hätte besser nicht laufen können. Egal ob Kind, Helfer:in, Schüler:in oder Lehrer:in – auf den großen Erfolg und die gesammelten Erfahrungen können wir alle stolz zurückblicken. Am Ende bleibt jedoch für uns vor allem eins - die Freude über viele neugierige, begeisterte Kinder, die mit leuchtenden Augen experimentiert, gefragt und entdeckt haben. Die Osterakademie hat einmal mehr gezeigt, wie spannend und vielfältig die MINT-Fächer sind und wie wichtig es ist, diese Begeisterung schon früh zu fördern.
Wir danken Frau Dr. Quednau, Frau Böder, Frau Schmidt und Frau Willkomm für die Unterstützung und nochmals allen Kooperationspartner:innen herzlichst für ihre Unterstützung, allen voran dem zdi-Netzwerk Mülheim, ohne dessen großzügige finanzielle Unterstützung ein solches Projekt nicht möglich gewesen wäre.
Hanna Kornatowska im Namen des MINT-Projektkurses der Q1
Hier geht es zum Bericht zur Osterakademie aus dem Ministerium -> Klick <-