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"Das Leben ist doch schön" - Ein Schillerprojekt nach Don Carlos (2009)

„Ich kann nicht singen, ich kann nicht malen, da hab ich einfach mal Literatur gewählt.“ Dieser Satz fiel, als wir uns das erste Mal sahen, ziemlich häufig. Wir wussten ja nicht, auf was wir uns da eingelassen hatten.

Wir, das waren an die 25 motivierte Schülerinnen und Schüler, die bunter nicht hätten sein können. Um da auf einen Nenner zu kommen, waren oftmals viele Diskussionen nötig. Mit einigem Zähneknirschen nahmen wir zunächst den Stückvorschlag „Don Carlos“ entgegen, entschieden uns dann das dramatische Gedicht von Schiller neu zu interpretieren.

Ein Stück, das gespielt werden soll gefunden zu haben, heißt aber nicht, dass es sofort losgehen kann. So wurde uns zunächst das Schauspielern näher gebracht. Sprachübungen wie „Oben thront der Nonnen Kloster“ oder „Rotwein ist für alte Knaben, eine von den besten Gaben“ mit und ohne Korken im Mund standen da immer wieder auf der Tagesordnung.

Dann wurde gecastet. Während einige fluchtartig unseren zum Proberaum umfunktionierten Gymnastikraum verließen und sich freiwillig für Maske, Kostüme und Technik meldeten, waren andere mutig genug sich unserer erfahrenen, liebenswürdigen („Ach Mensch Leute, ihr zappelt da rum wie die halbtoten Fische“) Teamleiterin Frau Gehlhoff, vor den Augen des gesamten Kurses zu stellen. Zahlreiche Besetzungsproben später im hallenden, knarrenden und quietschenden Gymnastikraum stand die Rollenverteilung endlich fest, so wurde aus der ein oder anderen Königin eine „Tusse“ oder gar ein „Freak“ und aus dem ein oder anderen Carlos ein junger Musiker auf der Suche nach sich selbst. Das Stück bekam also zwei Ebenen.

Während sich die Schillerebene mit ihren endlos scheinenden Texten quälen musste, chillte und schrieb die Jugendebene auf der schier endlosen Suche nach neuen und spielbaren Szenenentwürfen. Szenen wurden abgeändert, umgeschrieben, rausgeschmissen und mehr oder weniger schnell auswendig gelernt. Eine dritte Ebene, die Sprecherebene, eingezogen. Wie oft beneideten wir den Rest unsere Stufe, die ihr Wochenende genießen konnte, während wir stundenlang im kalten Gymnastikraum und/oder daheim beim Proben saßen. Zum Ende hin wurden aus den Stunden sogar viele Tage. Aber man muss sagen, es hat sich gelohnt. Die bunte Mischung wuchs zu einer Einheit zusammen, was kaum jemand für möglich gehalten hätte. Wir realisierten eigentlich erst, wie ernst es wurde, als wir am 15.6.2009 zum ersten Mal probenderweise im blauen Scheinwerferlicht auf der Bühne im Theater an der Ruhr standen. Dort, wo wir am 21.6. an der letzten Runde des RWW-Schulkulturpreises teilnahmen. Jetzt hatte jeder von uns Blut geleckt.

Als die Vorstellung sehr gut gelaufen war, trotz stimmlicher Indisposition und kleinem Texthänger, dachten wir nicht im Traum daran, dass es für uns noch besser werden könnte.

Nach drei ewig langen Intensivtagen im Ringlokschuppen, wo die Jugendebene noch ihre letzten Szenen zu Ende schrieb, war es dann soweit. Am 30.6.2009 begann um 19:30 Uhr das Abenteuer Schiller vor den Augen unsere Familien, Lehrer und Freunde. Die Erleichterung, dass alles wie am Schnürchen geklappt hat und jeder noch das Letzte aus sich und seiner Rolle herausgeholt hat, stand uns allen beim Schlussapplaus ins Gesicht geschrieben. Und dann passierte es: Frau OB Mühlenfeld verkündete vor 315 Zuschauern und unserem Ensemble: „Hier stehen die Sieger des Schulkulturpreises 2009...!“

Es wurde gelacht, geweint und gefeiert, Hollywood lag auf einmal mitten in Mülheim - Das Leben ist doch schön!

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Vicky Mendack und Alessa Elbers

 

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