kfjangljghalrhjglfjhgbhjgblhjgfsbj
kfjangljghalrhjglfjhgbhjgblhjgfsbj

Hauptmenü

Termine-Online

kfjangljghalrhjglfjhgbhjgblhjgfsbj
Wahlpflichtunterricht - 1. Darstellen und Gestalten PDF Druckbutton anzeigen?
Beitragsseiten
Wahlpflichtunterricht
1. Darstellen und Gestalten
2. Ernährungslehre/Biologie
3. Französisch
4. Informatik
5. Latein
6. Naturwissensch./Ökologie
7. Politik/Ökonomie
9. Spanisch
Alle Seiten

1. Darstellen und Gestalten

„Die ganze Welt ist eine Bühne

Und Frau’n und Männer bloße Spieler.

Sie treten auf und gehen wieder ab,

Sein Leben lang spielt jeder manche Rollen.“ (William Shakespeare, Was Ihr wollt)

„Darstellen und Gestalten“ heißt an unserer Schule ein Zweig des im Wahlpflichtunterricht (WPU) der Mittelstufe (8-9) und Oberstufe (12(11)) angebotenen Bereichs kreativer Ausdrucksformen mit dem derzeitigen Schwerpunkt Darstellendes Spiel. Eine Ausweitung des Kursangebots auf den Fachbereich Kunst ist für den WPU der Mittelstufe vorgesehen. Schriftliche Leistungsnachweise sind in der Mittelstufe jeweils zwei pro Halbjahr zu erbringen, wobei in der 8. Klasse eine „Facharbeit“ die erste Kursarbeit ersetzt.

Im Fach „Darstellen und Gestalten“ Bereich Darstellendes Spiel lernen die SchülerInnen Arbeitsansätze, Arbeitsverfahren, Ausdrucksmittel und Ausdrucksträger des Theaters kennen. In eigener Spielpraxis und in begleitender Reflexion erfahren sie, wie sich das Theater als Kunstform mit der Lebenswirklichkeit auseinandersetzt und dabei gestaltend eine eigene ästhetische Wirklichkeit erschafft. Das Fach „Darstellen und Gestalten“ führt durch seine ganzheitliche Arbeitsweise zu einer besonders intensiven Auseinandersetzung mit zentralen Erfahrungsfeldern: Es bietet neben kognitiven vor allem vielfältige körperlich-sinnliche, emotionale und pragmatische Möglichkeiten an, sich sozialen und gesellschaftlichen Problemen zu nähern.

Es stimmt sicher, dass in jedem ein Künstler steckt und auch ein Kind: doch spielen will gelernt sein! „Ein Schauspieler muss wissen, was er tut, denn nur, wenn er weiß, was er tut, kann er tun, was er will“ (Jakob Jenisch)

In unserem zweijährigen Praxis-Kurs mit theoretischem Fundament vermitteln wir zunächst wichtige Grundlagen des Theaterspielens. Dazu gehören zunächst Erfahrungen mit Körper, Stimme und Raum, der Umgang mit Zeit und Rhythmus sowie das Erlernen von Improvisationstechniken zur Szenenentwicklung. Das beinhaltet u.a. Darsteller-, Partner- und Ensembleübungen sowie die gezielte Arbeit mit Requisiten. Die Schüler lernen dabei körperlich präzise zu agieren, peripheres Sehen einzusetzen (wach sein für das Bühnengeschehen), ihre Wahrnehmung zu schulen, Phantasieräume freizusetzen, das emotionale Gedächtnis als Arbeitsgrundlage zu nutzen, miteinander ins Spiel zu kommen.

Und wenn ich sage: „Die Rose ist auch im Finstern rot“, so siehst du die Röte im Finstern förmlich vor dir. (Ludwig Wittgenstein)

Einen zweiten handwerklichen Schwerpunktlegen wir auf Rollen- und Figurenarbeit zu selbst geschriebenen dramatischen Texten oder ausgewählten Stück- und Szenenvorlagen: Es geht hier vor allem um die künstlerische Entwicklung einer Bühnenfigur und die gemeinschaftliche Arbeit im Ensemble. Sukzessive wird mit den SchülerInnen die Einfühlung in eine Rolle trainiert: sie lernen den Subtext zum Verständnis von Charakter und Kommunikation offenzulegen, Rollenprofile anzulegen, Verfremdung als szenisches Ausdrucksmittel zu nutzen. Ziel ist es, wegzukommen von dem laienhaften Versuch Wirklichkeit „wahrheitsgetreu“ abbilden zu wollen, statt verdichtete Ausdrucksformen zu suchen.

Beide Schwerpunkte begleiten den Kursprozess und werden je nach Progression und individuellem Lernstand variabel vertieft.

Ein weiterer Baustein für das Gelingen des Kurses ist der gemeinsame Schaffensprozess und das Erlebnis nur über kontinuierliche verantwortliche Arbeit im Ensemble (jeder muss seinen Beitrag leisten!) ans Ziel zu gelangen.

Am Ende des Kurs-Prozesses steht das „Szenen-Zeigen“ vor Publikum: von einer Collage aus kleinen Monolog- und Ensembleszenen bis hin zu längeren Spielsequenzen ist alles wünschenswert.

Die wichtigsten Anforderungen, Ziele und Kompetenzen auf einen Blick:

vertiefte Sprachkompetenz und Sprachbewusstsein:

  • mittels Rollentext Gedächtnistraining (auswendig lernen...)
  • sich auseinandersetzen mit Texten und Autoren
  • seine eigene Meinung und sich selbst ständig hinterfragen
  • Kommunizieren mit allen Beteiligten: Regie und Schauspielkollegen
  • Mitarbeit an der Dramaturgie

soziale Kompetenzen festigen:

  • Verantwortung übernehmen
  • mit anderen eng zusammen arbeiten, auch mit denen, die man nicht mag

sich als Teil der Gesellschaft begreifen:

  • kulturelle und soziale Brücken schaffen
  • anderen (Mitspielern) helfen, weil es NUR im Team geht, gerade im Theater: ohne Licht steht auch der beste Schauspieler im Dunkeln
  • Gesellschaftliche Probleme im Text finden oder hineinschreiben und theatralisch zur Diskussion stellen

kulturelle und ästhetische Bildung erweitern:

  • die Welt (neu) entdecken (Wahrnehmungsschulung!)
  • Dramentheorie und Theatergeschichte erlernen
  • für andere Menschen Welten erschaffen
  • Perspektiven bewusst verändern

Identität entwickeln:

  • sich mit einer Rolle identifizieren oder sich über eine literarische Figur finden
  • persönliche Facetten bewusst oder unbewusst ausleben (Freiheit)
  • sich und das Gegenüber kennenlernen
  • sich abgrenzen dürfen, aber das „Team“ mit einbeziehen

Urteilsvermögen ausbilden:

  • weg von den Bewertungsschubladen „gut“ und „schlecht“ zu einer differenzierten Betrachtungsweise (vgl. Wahrnehmungsschulung)
  • wie gehe ich mit meinem Text und mit meiner Körperarbeit um?
  • wo finde ich mich wieder?
  • wo sehe ich Gegensätze?
  • wo muss ich Position beziehen?
  • was erkenne ich über Gesellschaft und Strukturen, über historisch Gewachsenes?

Leben gestalten:

  • spielend und mit allen Sinnen lernen
  • Emotionen ausgraben
  • Flexibilität praktizieren
  • Körperlich sein dürfen
  • Ideen ausprobieren
  • Sich führen lassen
  • Vertrauen entwickeln und Vertrauen geben
  • Lust an / auf Kunst erfahren
  • harte Arbeit als zielführend erleben und (auch hilfreich nicht nur für den schulischen Alltag): Freude am Tun!

Esther Gehlhoff-Hilgers

Ernährungslehre/Biologie



 

© 2014 by Luisenschule Mülheim an der Ruhr, Impressum