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Mülheim´s düstere Vergangenheit PDF Druckbutton anzeigen?

Die eigene Stadt zur Nazi-Zeit: Ein Besuch der Ausstellung „Widerstand und Verfolgung in Mülheim an der Ruhr 1933-1945“

Fast jeder hat von der Hitler-Zeit gehört und kann darüber erzählen. Jedoch können die Wenigsten über diese Zeit in ihrer eigenen Stadt berichten. Nun hatte die Luisenschule in Mülheim an der Ruhr das große Privileg genau dies zu erfahren, zu erfahren was in Mülheim passiert ist, wer Widerstand geleistet hat, oder wer verfolgt worden ist.

Nach dem Besuch des jüdischen Friedhofs in Mülheim anlässlich des Gedenkens an die Ausschwitz-Befreiung, kam der Kontakt zur VVN-BdA, der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes /des Bunds der Antifaschisten zustande. Die VVN hatte über viele Jahre hinweg eine Ausstellung erstellt, die sich mit dem Leben der Widerständler und Verfolgten in Mülheim beschäftigt und genau diese Ausstellung wurde über einen Zeitraum von 14 Tagen vom 13. Bis zum 27.06.2016 in der Luisenschule aufgebaut. Geleitet wurde diese Ausstellung von Frau Dr. Schulte und vielen Freiwilligen aus der Klasse 9b, welche von Herrn Hermann, dem langjährigen Vorsitzenden der VRR, über die Inhalte der Ausstellung unterrichtet worden sind.

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Herr Herrmann fungierte nicht nur teilzeitig als Ausstellungsleiter, sondern auch als Zeitzeuge aus der Hitler-Zeit und berichtete uns Schülern über seine Vergangenheit und Erinnerungen. Er meldete sich als erster für die Ausstellung, finanzierte sie und opferte für sie und die Schüler seine kostbare Zeit. Er kam ohne Honorar, sein Lohn war: ,,Schüler zu interessieren und ihnen etwas beizubringen“(Zitat: Herr Hermann). Nach vorhergehender Anmeldung gingen die verschiedenen Klassen und Kurse verschiedenster Jahrgangsstufen sowie auch Unterrichtsfächer – wie z.B. Geschichte, deutsch oder Erziehungswissenschaft - zusammen mit den dazugehörigen Lehrern und den Ausstellungsleitern in die Ausstellung. Diese war ausgestattet mit zwölf großen Stellwänden mit den Themen von ,,Beginn des Nationalsozialismus“, über ,,Widerstandskämpfer in Mülheim“ bis zu ,,Verfolgte in Mülheim“.

So wurden die Plakate von den Neuntklässlern erklärt, angefangen bei Gründen für die Popularität der NSDAP um 1933, deren Wahlergebnissen und Unterstützern aus Mülheim. Übergeleitet wurde danach zu Frauen aus Mülheim, die in der NS-Diktatur Widerstand geleistet haben, nachdem ihre Männer aufgrund ihrer politischen Einstellung in Haft genommen wurden, um deren Arbeit fortzusetzen. Es folgte ein Blick auf den Widerstand aus der Arbeiterbewegung, der SPD und KPD, die bereits 1933 verboten wurden. Nach diesen Parteien kamen die religiösen Gruppen wie Katholiken undProtestanten, dazu die Zeugen Jehovas. Eine weitere widerständige Gruppierung in Mülheim waren die Künstler, unter ihnen der bekannte Mülheimer Otto Pankok. Im nächsten Raum konzentrierte man sich auf die ,,Verfolgten unter Hitler“. Es ging in diesem Bereich um Juden, körperlich Benachteiligte und Zwngsarbeiter und deren Behandlung in 55 Zwangsarbeiterlagern in Mülheim. Zum Schluss folgte ein Plakat über die Erinnerung an die NS-Diktatur in Mülheim heute. Insgesamt ist die Ausstellung bei allen Schülern gut angekommen. Diese waren interessiert und sind auch nach der Führung eigenständig  herum gegangen um die Plakate genauer zu beäugen und mehr über die  Vergangenheit ihrer Stadt zu erfahren.

Riesiger Dank gilt selbstverständlich dem 86-Jährigen Herrn Hermann für seinen unermüdlichen Einsatz für uns Schüler. Nicht zu vergessen die anderen, wichtigen Sponsoren und Helfer, die es möglich gemacht haben, diese Ausstellung zu organisieren. Besonders gedenken wir aber auch der Verfolgten und der Widerstandskämpfer aus Mülheim, die uns jetzt sicher für immer in Erinnerung bleiben.

Tom Hanisch, Fabian Tasch

 

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