kfjangljghalrhjglfjhgbhjgblhjgfsbj
kfjangljghalrhjglfjhgbhjgblhjgfsbj

Hauptmenü

Termine-Online

kfjangljghalrhjglfjhgbhjgblhjgfsbj
Schulhund PDF Druckbutton anzeigen?

Der Schulhund – ein pädagogisches Konzept

Schulhund 3

Im August 2013 hat der Border-Collie Einstein seinen Dienst als Schulhund der Luisenschule begonnen, nachdem er mit seinem Besitzer an einem Praxisseminar "Hundegestütze Pädagogik" teilgenommen hat. Solche Hunde mit extrem hoher Beißhemmung und Stresstoleranz erfreuen sich zunehmender Beliebtheit in Institutionen für Kinder und Jugendliche. Auch in andere Schulformen und sogar in Jugendgerichte haben Hunde Einzug erhalten. Zu welchem Zweck wird also ein Hund mit in den Unterricht genommen? Schon länger weiß man, dass aus evolutionsbiologischen Gründen bereits das Anfassen von Fell beruhigend auf den Menschen wirkt. Aktuellere Studien haben die positiven Wirkungen von Hunden auf die Schüler im Klassenraum bewiesen. Dazu gehören auszugsweise:

  • Reduktion von psychischem und physischem Stress
  • Reduktion von Angst

  • Verbesserung der Emotionsregulation

  • Herstellung eines entspannt-ruhigen Zustands

  • Förderung von positiver Aufmerksamkeit und Wahrnehmung

  • Förderung von Vertrauen

  • Schaffung von Bindungserfahrungen

  • Bedingungslosere Annahme durch den Hund

  • Reduktion von Agressivität und Lautstärke

  • Förderung von Motivation und Lernfreude

  • Schaffung positiver lernbegleitender Emotionen

  • Steigerung der Konzentration

  • Übernahme von Veranwortung

  • Verbesserung beim Einhalten von Regeln

Wie sieht es in der Praxis aus? Einstein geht mit in den Unterricht und liegt meistens auf seiner Decke. Erfahrungsgemäß freuen sich die Schüler schon vor der Stunde auf den Hund. Die Schüler müssen sich konsequent an Regeln halten, z. B. haben Hunde bekanntermaßen ein sehr empfindliches Gehör. Daher ergibt sich ein geringerer Geräuschpegel im Raum. Während einigen Arbeitsphasen darf der Hund umhergehen und auch von den Schülern gestreichelt werden. Der stetig wiederkehrende Einwand, der Hund könne vom Lernen ablenken, hat sich nie bestätigt. Das Gegenteil ist der Fall, die positiven Effekte sind da. Neben diesem sogenannten passiven Einsatz gibt es auch eine aktive Auseinandersetzung mit dem Hund.

Einmal pro Woche gibt es mittags eine Hundepause. Hier können sich Schüler mit dem Hund beschäftigen. Einstein kennt ca. 60 Kommandos – und es werden mehr. Hier weist das Herrchen bzw. Lehrkraft die Schüler an, was sie mit dem Hund machen können (Führungsübungen, Kunststücke, Such- und Wurfspiele). Der Hund wird gehörchen, wenn die Schüler konkrete Befehle aus der Position eines Ranghöheren klar aussprechen. So kann z. B. ein selbstsicheres Auftreten des Schülers gefördert werden. Auch Frustationstoleranz, Geduld und Gelassenheit werden verbessert. Selbst im Team kann man mit dem Hund Handlungsabläufe planen und durchführen. Die Schüler sind immerwieder erstaunt und freuen sich, wenn Einstein einen Befehl ausführt. Auch ihre (Fein-)Motorik wird beim Spiel mit dem Hund gefördert. Insgesamt können die Schüler viel über den Umgang mit Hunden lernen und haben im Übrigen Zugang zu einem Haustier, wenn sie selbst keins haben. Die Schüler sind dann auch mal "offline", denn für die Interaktion mit Hund und Herrchen braucht man kein Smartphone, kein Tablet und es hilft auch keine App.

Geplant ist weiterhin die Anwesenheit des Hundes bei Krisengesprächen aller Art wie z. B. bei der Streitschlichtung. Spannend wird es nochmal im kommenden Schuljahr 2014/15. Dann startet nämlich die erste Inkusionsklasse im 5ten Jahrgang, wo Schulhund Einstein mit Sicherheit gewinnbringend eingesetzt werden kann.

Martin van der Gaag

Zum Weiterlesen: Brief von Einstein an die Luisenschüler

Presse über Einsteins Kollegen:

Labrador Balou

Border Collie Felix und Toy Pudel Mo

Labrador-Magyar-Vizsla-Mischling Laska

Video: Hovarwart Attila

 

© 2014 by Luisenschule Mülheim an der Ruhr, Impressum