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Interview mir den Kaderspielern des Badmintoninternats PDF Druckbutton anzeigen?

Fabienne Deprez und Max Schwenger (Juli 2011 – die Fragen stellte Stefan Schmitz-Flottmann, Sportkoordinator der Luisenschule)

Seit dem Schuljahr 2004/05 ist die Luisenschule eine „Partnerschule des Leistungssports“. Das Interview mit den Nachwuchstalenten Fabienne Deprez und Max Schwenger, die an der Luisenschule im Jahre 2011 ihr Abitur mit großem Erfolg absolvierten, soll aus Athletenperspektive einen Einblick in das Leben an einem Sportinternat und einer „Partnerschule des Leistungssports“ vermitteln.

Sportlicher Steckbrief Fabienne Deprez

Größte sportliche Erfolge in den letzten 3 Jahren:

1. Vize-Europameister Mixed U19 2009

2. Qualifikation 1. Olympische Jugendspiele 2010

3. 5. Platz Weltmeisterschaften U19 Dameneineinzel und Damendoppel 2010

4. Europameister Mannschaft U19 2011

5. Bronze EM U19 Dameneineinzel 2011

Sportlicher Steckbrief Max Schwenger

Größte sportliche Erfolge in den letzten 3 Jahren:

1. Goldmedaille Jugendeuropameisterschaft Team 2011

2. Silbermedaille Jugendeuropameisterschaft Herrendoppel 2011

3. Bronzemedaille Jugendeuropameisterschaft Mixed 2011

4. Bronzemedaille Jugendweltmeisterschaft Mixed 2010

5. Goldmedaille Deutsche Meisterschaften U 19 Herrendoppel/Mixed 2011


Das Interview

S-F: Herzlichen Glückwunsch zum Abitur! Wie zufrieden seid ihr mit den schulischen Ergebnissen?

Max: Vielen Dank. Ich bin sehr glücklich mein Abitur bestanden und neben dem Sport auch noch meinen Zielschnitt erreicht zu haben.

Fabienne: Im Großen und Ganzen war es in Ordnung. Natürlich geht es immer ein bisschen besser, aber dafür, dass ich so viele Turniere während der Schulzeit absolvierte, kann ich mit den Ergebnissen sehr zufrieden sein.

S-F: Aus welchen Gründen habt ihr vor zwei bzw. drei Jahren den Wechsel nach Mülheim vollzogen?

Fabienne: Es war ein großer und schwerer Schritt sich nahezu vollständig vom Elternhaus abzulösen, da ich gerade erst 16 Jahre alt war. Es hat eine Weile gedauert, bis ich mich richtig eingelebt hatte, doch ich wusste, dass ich hier die besten Chancen habe mich fast zu 100% auf meinen Sport konzentrieren zu können. Dadurch, dass es möglich war vor bzw. während der Unterrichtszeit zu trainieren, konnte ich mich letztendlich für den Umzug nach Mülheim begeistern.

S-F: Die schulischen und sportlichen Anforderungen stellen an junge Leistungssportler große Anforderungen. Wie beurteilt ihr die Unterstützung von schulischer Seite im Hinblick auf Freistellungen für Wettkämpfe und Training sowie Unterstützungsmaßnahmen usw. während eurer Zeit an der Luisenschule?

Fabienne: Anfangs musste ich den Lehrern noch erklären, warum ich so oft nicht in der Schule war. Doch dies spielte sich schnell ein und ich bekam die größtmögliche Unterstützung, die man einem Leistungssportler geben kann. Dafür bin ich sehr dankbar. Auch möchte ich mich bei meinen Mitschülern bedanken, die mich stets mit aktuellen Informationen versorgt und mich, wo es nur ging, unterstützt haben. Ohne diese vielen Helfer wäre es mir viel schwerer gefallen sowohl in der Schule als auch im Sport gute Leistungen zu bringen.

Max: Es ist nicht immer ganz leicht Schule und Sport unter einen Hut zu bekommen. Und gerade deswegen bin ich froh, dass ich die letzten zwei Jahre auf der Luisenschule absolviert habe. Hier hatte ich nie Probleme für Wettkämpfe oder Trainingseinheiten freigestellt zu werden, auch wenn ich eigentlich eine Klausur hatte. Die Lehrer haben immer auf mich Rücksicht genommen und immer Verständnis gehabt, egal was für Probleme oder andere unerwartete Sachen vorgefallen sind. Zudem wurden Nachhilfestunden angeboten, wenn man mal Probleme hatte.

S-F: Kurz vor dem Abitur stand die Jugendeuropameisterschaft auf dem Wettkampfkalender, von der ihr auch Medaillen mit nach Hause gebracht habt. Konntet ihr euch angemessen auf diesen sportlichen Höhepunkt vorbereiten?

Max: Natürlich war es nicht der beste Zeitpunkt für eine Europameisterschaft so kurz vor dem Abitur. Ich hatte die beiden wichtigsten Höhepunkte in meiner schulischen sowie sportlichen Jugendlaufzeit binnen eines Monats. Aber dank der guten schulischen Vorbereitung und der geschickten Koordination konnte ich in den Monaten vor der EM sogar bis zu 10 Trainingseinheiten pro Woche machen. Das war schon sehr gut. Anders gesagt: Die Vorbereitung hätte kaum besser sein können.

S-F: Welches Fazit zieht ihr nach den zwei bzw. drei Jahren im Internat bzw. an der neuen Schule? Würdet ihr jungen Talenten einen Wechsel nach Mülheim empfehlen?

Fabienne: Das ist schwierig zu beantworten. Jeder verkraftet es anders, so früh von zu Hause auszuziehen. Ich wäre damals fast wieder zurückgegangen. Man muss sich klar machen, was man möchte. Ob man wirklich den Sport lebt oder es nur als Hobby macht, wie die Zukunftschancen stehen und ob man wirklich in die Weltspitze kommen kann. Ich denke, nur dann lohnt sich ein Wechsel.

Max: Mir haben die letzten zwei Jahre in Mülheim sehr sehr gut gefallen. So gut, dass ich am Ende kaum noch weg gehen wollte. Ich habe viele neue Leute kennen gelernt, von denen einige sogar richtig gute Freunde geworden sind. Ich hatte immer Spaß und das Trainingsumfeld ist perfekt für junge Talente. Ich würde es jedem weiter empfehlen, der im Badminton was erreichen möchte und nebenbei noch Abitur machen will.

S-F: Wie sehen eure Zukunftspläne aus?

Max: Ich bin jetzt nach Saarbrücken gezogen, um mich am Herrenolympiastützpunkt im Erwachsenenbadminton zu etablieren. Nächstes Jahr starte ich dann ein Fernstudium und werde bei der Bundeswehr anfangen. Und irgendwann will ich meinen Traum von Olympia verwirklichen.

Fabienne: Direkt nach der Zeugnisvergabe geht für mich die Bundeswehrzeit los. Ich werde in die Sportfördergruppe der Bundeswehr gehen, um so meinen Sport und mein Leben finanzieren zu können. Badminton ist leider noch nicht so bekannt in Deutschland. So ist es sehr schwierig Sponsoren zu finden, die einen in seinem Leben als Leistungssportler unterstützen.

S-F: Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg für eure sportliche und berufliche Zukunft!

interview

Vier Badmintontalente - umrahmt von ihren Trainern Marcus Busch (li.) und Matthias Hütten (re.) - mit ihren Abiturzeugnissen: Max Schwenger, Fabienne Deprez, Fabian Scherpen und Niklas Niemczyk (v. li. nach re.)



 

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